Schlussresultate & Schlussbericht INFERNO 2018

18.08.2018 18:56:46

> Alle Schlussresultate
> Unsere Medienberichte

> Erste Bilder
> TV-Beiträge zum diesjährigen Anlass

Schlussbericht des 21. Inferno Triathlons vom 17./18. August 2018

 

Schnelles Rennen mit Favoriten- und Überraschungssiegen

21. Ausgabe des INFERNO-Triathlons von Thun aufs Schilthorn

 

Zum 5. Mal gewinnt Samuel Hürzeler, den INFERNO Triathlon. Der Favorit aus Wilderswil wurde trotz des schnellen Rennens und des grossen Drucks der Konkurrenz nicht nervös: Mit einer Zeit von 8:35.55, erreicht er das Ziel rund 27 Minuten vor seinem Verfolger Thomas Kaiser aus Deutschland. Bei den Frauen gewann die Deutsche Lena Berlinger mit 9:31.04 überraschend vor Petra Eggenschwiler und Nina Brenn. Die Gewinner des Halbmarathons heissen Werner Marti, Grindelwald, bei den Herren, und Holly Page, GB, bei den Frauen.

Mission Titelverteidigung geglückt: Der Wilderswiler Samuel Hürzeler steht auch bei der 21. Austragung des INFERNO Triathlons zuoberst auf dem Podest. Dabei verpasst er knapp den Streckenrekord von 8:34.27. Hürzelers Schlusszeit lag bei 8:35.55. Es war ein schnelles Rennen, dass sich die Athletinnen und Athleten vom Strandbad Thun hoch auf das 2‘907 Meter hohe Schilthorn lieferten. Hürzelers Verfolger, der Deutsche Thomas Kaiser und Roman Krebs aus Münsingen schenkten dem Favoriten nichts. Bei den Disziplinen Rennvelo und Mountainbike erkämpfte sich Kaiser sogar die Führung. Doch der INFERNO-erprobte Wilderswiler liess sich nicht aus der Ruhe bringen.

Hürzelers Feuerwerk auf der Laufstrecke
Auf der Laufstrecke setzte Hürzeler zum grossen Finale an: Mürren passierte er bereits mit über 13 Minuten Vorsprung auf Kaiser, im Ziel waren es dann 27. Auf dem Weg zu seinem 5. INFERNO-Sieg zeigte Samuel Hürzeler allen, wer der erfahrenere Athlet am Schilthorn ist. «Es war ein sehr hartes Rennen», meinte der Sieger nach seinem Zieleinlauf auf dem Schilthorn. «Aber der Druck von meinen Konkurrenten hat mich dazu angespornt, auf der Laufstrecke noch mehr Gas zu geben.» Der Deutsche Thomas Kaiser belegte mit einer Gesamtzeit von 9:02.58 den 2. Rang, auf Platz 3 kämpfte sich Micha Güdel aus Bern (9:13.12) nach einer sensationellen Berglauf-Leistung vor. Ramon Krebs musste sich mit einer Zeit von 9:17.12 und dem vierten Schlussrang zufriedengeben.

Berlinger gewinnt mit 20 Minuten Vorsprung
Bei den Single-Athletinnen gelang Lena Berlinger die grosse Überraschung: Bei ihrer letzten INFERNO-Teilnahme 2016 belegte die Deutsche zwar bereits den 4. Rang. So richtig wurde von ihr im Vorfeld aber nicht als Favoritin gesprochen. Alle tippten auf die siebenfache INFERNO-Siegerin Nina Brenn. Diese machte ihrer Konkurrentin das Leben schwer; konnte sie aber nie ganz von der Spitze verdrängen. Auf der Laufstrecke war Berlinger nicht mehr einzuholen: Nach 9:31.04 lief sie auf dem Schilthorn über die Ziellinie. «Ich habe einfach mein Tempo durchgezogen und war dann schon ziemlich überrascht, als von hinten niemand aufholte», sagte Berlinger im Ziel. Favoritin und siebenfache INFERNO-Gewinnerin Nina Brenn musste sich auf dem letzten Streckenabschnitt weiter geschlagen geben: Petra Eggenschwiler aus Langendorf überholte sie vor der Schilthornhütte und gab den knappen Vorsprung bis im Ziel nicht mehr ab. Mit einer Zeit von 9:51.13 stand sie etwas mehr als zwei Minuten vor Brenn auf dem Schilthorngipfel.

Erfolgreiche Grindelwalder am Halbmarathon
Beim Halbmarathon setzte sich eine Spitzengruppe bestehend aus Vorjahressieger Jonas Lehmann, Deutschland, Werner Marti, Grindelwald, und INFERNO-Newcomer Tefera Mekonen, bereits von Rennbeginn weg ab. Mürren durchliefen die drei Athleten noch dicht beisammen, auf der Bergstrecke Richtung Schilthorn wurden die Abstände grösser. Der Grindelwalder Werner Marti entschied das Rennen mit einer Schlusszeit von 2:02.11 für sich. Auf dem 2. Platz klassiert sich Tefera Mekonen, er traf fast drei Minuten später auf dem Schilthorn ein (2:04.54). Vorjahressieger Jonas Lehmann konnte seine Reserven am Berg nicht so gut abrufen wie 2017 und beendete das Rennen nach 2:08.55 auf dem 3. Rang. Bei den Damen war die Entscheidung knapper: In Mürren schien die Belperin Martina Krähenbühl mit einem Vorsprung von rund eineinhalb Minuten auf ihre Verfolgerin, die Britin Holly Page, bereits auf Siegeskurs. Ihr Vorsprung schmolz jedoch kurz vor dem Schilthorngipfel dahin. Nach der Seewilfura startete die Britin Page, die sich erst zwei Tage vorher zur Rennteilnahme entschlossen hatte, die Aufholjagd. Nach einer Rennzeit von 2:29.01 überquerte sie die Ziellinie nur kurz vor Krähenbühl, die mit einer Zeit von 2:29.44 das Rennen beendete. Auch die Grindelwalderin Michèle Mittelholzer machte zwischen Mürren und Schilthorn noch einiges an Zeit gut. Sie schloss den Halbmarathon auf dem 3. Rang ab, ihre Zeit betrug 2:30.05. Ein Spitzenresultat gelang auch der Unterseenerin Karin Jaun: Sie schloss den Halbmarathon in 2:45.19 als erste in ihrer Kategorie und als 4. Platzierte Overall ab.

«Hulftegg Stafette» vor «IMBODEN BIKE»
Bei den Viererteams waren die Athletinnen und Athleten dieses Jahr nur wenig langsamer unterwegs als im Vorjahr. Den Sieg erkämpfte sich das Team «Hulftegg Stafette» mit Patricia Wipf, Fabian Breitenmoser, Daniel Widmer und Gregor Metzger, in einer Zeit von 6:50.03. Rund sechseinhalb Minuten später traf das lokale Team «IMBODEN BIKE» in Mürren ein (6:56.29). Insgesamt standen 101 gemischte und vier reine Frauenteams am Start. Bei den Frauen gewannen «OhMega4» mit Jennifer Sonderegger, Andrea Haslebacher, Daniela Nyffenegger und Orla Forker in einer Zeit von 8:50.03.

«Way to Hell» auf der Siegerstrasse
Als schnellstes Couple-Team erreichten die Thuner «Isostar» mit Barbara Bracher und Matthias Gerber nach 7:42.11 das Ziel in Mürren. Und das trotz eines Sturzes von Bracher zu Beginn der Mountainbike-Strecke. Mit 7:53.35 liefen Simon Leiser, Heimberg, und Bernhard Bieri, Thun, als erste Finisher der Kategorie Herren-Couples über die Ziellinie. Ob sie den INFERNO Triathlon gemäss ihrem Teamnamen als «Way to Hell» empfunden haben, konnte noch nicht ausfindig gemacht werden. Bei den reinen Damenteams setzten sich Marina Muhl und Celestine Dünner von «Shut up Legs – Dirty sox» an die Spitze. Sie liefen mit 8:54.40 rund 21 Minuten vor dem «Tritime Women Team» mit Meike Maurer und Rabea Vögtle ins Ziel in Mürren.

Ideale Bedingungen für den Wettkampf
Auch wenn beim Zieleinlauf auf dem Schilthorn dicke Wolken und Nebelschwaden die Sicht trübten, waren die meisten Athletinnen und Athleten mit den Bedingungen sehr zufrieden. Beim Start im Strandbad Thun konnte man bei schönster Sommer-Morgenstimmung sogar das ferne Ziel – den Schilthorngipfel – erkennen. Das Wetter präsentierte sich am Renntag wesentlich besser als erwartet. Abgesehen von den warmen Temperaturen – die vor allem einigen Läuferinnen und Läufern auf dem Weg nach Mürren zu schaffen machten. Das Organisationskomitee des 21. INFERNO Triathlons blickt auf einen gelungenen Anlass zurück. Zum letzten Mal wurde dieser unter der Leitung von OK-Präsident Heinz Zurbrügg durchgeführt. Zurbrügg wird sein Amt nach 12 Jahren an Kaspar Grünig weitergeben. Grünig begleitete den noch-amtierenden OK-Präsidenten während des gesamten Anlasses.

Facts & Figures 21. Inferno Triathlon / 26. Inferno Halbmarathon 2018

  • 271 Single-Athletinnen und Athleten
  • 105 Teams Team Trophy
  • 68 Teams Team Trophy Couples
  • 392 Startende Halbmarathon (Einzel & Staffel)
  • INFERNO Triathlon: 3,1 km Schwimmen, 97 km Rennrad, 30 km Mountainbike und 25 km Berglauf, von Thun aufs Schilthorn
  • INFERNO Triathlon Single: 3,1 km Schwimmen, 97 km Rennrad, 30 km Mountainbike und 25 km Berglauf, von Thun aufs Schilthorn
  • INFERNO Team und Couples’ Trophy: 3,1 km Schwimmen, 97 km Rennrad, 30 km Mountainbike und 17 km Berglauf, von Thun nach Mürren
    Vierer-Teams mit mindestens einer Frau oder reine Frauenteams Couple-Teams in allen Geschlechterkombinationen
  • INFERNO Halbmarathon: 21 km Berglauf von Lauterbrunnen aufs Schilthorn Staffellauf mit 3 Teilstrecken